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HEPATITIS UND ARBEIT: LEBER UND BERUFLICHE GIFTE

Von Dr. Christine COLLAT

Internistin in Arbeitsmedizin
Straßburg
Dieses Paper erscheint auf der Site von l'AIMT 67


Falls Sie Bemerkungen oder Suggestionen haben um dieses informative Dokument zu verbessern, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit der Autorin Dr Christine COLLAT


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2. VERSCHIEDENE SUBSTANZEN

Hydrazin
Nitrosaminen
4,4 Diaminodiphenylmethan (DDM)
ou 4,4 méthylènedianiline (MDA)
Halothan

3. CHRONISCHE LEBERLEIDEN

Arsenik
Vinylchlorid oder Monochloräthylen
Tétrachlorure de carbone
Polychlorobiphenyl (PCB)
Beryllium
1. SOLVENZIEN

Tetrachlorkohlenstoff
Trichlormethan (Chloroform)
1,2 Dichloropropan
1,3 Dichloropropen oder DPC
1,2 Dibromoethan
1,2 Dichloräthan
oder Äthylenchlorid
Bromobenzen et Chlorobenzen
1,1,2,2 Tetrachloräthan

2. ANDERE CHLORSOLVENZIEN

2 Nitropropan
Dimethylformamid (DMF)
Pyridin



EINLEITUNG


Die wichtigsten Wege um giftige Stoffe aus dem Körper zu entfernen, sind die hepatobiliären und die Nierenkanäle. Die Leber verwandelt die giftigen Substanzen in Metaboliten, die manchmal selbst sehr aggressiv für den Organismus sind.

Die industriellen Substanzen, die für Lebervergiftungen verantwortlich sind, können eine direkte Wirkung auf die Leberzellen haben und verursachen auf dies Weise Schäden in den periportalen Regionen der Leberlappen oder, was meistens der Fall ist, sie werden nach Oxidation durch das mikrosomiale System toxisch sein und die Schäden werden dann in den zentrolobulären Zonen anfangen. Diese beiden Formen direkter Lebertoxizität sind durch die Dosis bestimmt. Es gibt einen anderen Typ toxischer Wirkung des immunallergischen Mechanismus, der eine indirekte Lebervergiftung hervorruft, z.B. Halothan, bei dem die Semiotik unabhängig von der Dosis aber stark mit der Wiederholung der Exposition liiert ist.

 

1. AKUTE TOXISCH ZYTOLYTISCHE LEBERKRANKHEITEN

Die Oxidation bestimmter Xenobiotika durch mehrere Isoenzyme, die das System der Mono-Oxygenasen bei Zytochrom P450 konstituiert, produziert instabile Metaboliten, Reaktive mit chemisch variierter Natur (freie Radikale z.B. für Tetrachlormethan), die die zellulare Bestandteile angreifen werden.

Die Schäden die auf diese Art und Weise entstanden sind, werden in der zentrolobuläre Zone anfangen zu dominieren. Im Schoß der Zelle selbst gibt es Schutzsysteme um die Aktion der reaktiven Metaboliten zu beschränken: Selbstbeschränkung der Bildung von Metaboliten durch Vernichtung des Zytochroms P450, Inaktivieren durch Verbindung mit Glutathion. Nur wenn die Kapazität durch Glutathion zu inaktivieren überschritten wird, wirkt der reaktive Metabolit toxisch.

Die Kenntnis dieser Mechanismen ist der Ursprung der therapeutischen Vorschläge: Verabreichung von N-Acetylcystein, Vorläufer des Glutathions.



1. SOLVENZIEN

 TETRACHLORKOHLENSTOFF

Tetrachlorkohlenstoff oder Tetrachlormethan (CCl4) ist ein halogener aliphatischer Kohlenwasserstoff aus Methan gewonnen. Dieses Chlor enthaltende Solvens ist eine farblose und flüchtige Flüssigkeit. Die Respiration ist der wichtigste Eingang, perkutane Absorption kann aber zu Lebertoxizität beitragen.

Gefährdung

Weil die Toxizität sich schon nach einfachem Einatmen manifestieren kann, ist der Gebrauch wesentlich eingeschränkt. Tetrachlorkohlenstoff wurde früher beim chemischen Reinigen und Dämpfen und in Feuerlöschgeräten benutzt, weil er nicht brennbar ist. Wegen der Vergiftungsgefahr, vor allem bei hohen Temperaturen, ist die Benutzung in Feuerlöschgeräten verboten (Rundschreiben von 30.06.61 betreffs des Verbots von Tetrachlormethanlöschern). Zur Zeit wird der Stoff verwendet:

  • als intermediäres Produkt in der chemischen Industrie: Ausgangsprodukt für Chlorfluormethan (Kühlflüssigkeiten, Treibgas für Spraydosen), Chlorverbindung Extraktionsmittel
  • in wissenschaftlicher Forschung als Laborreaktiv.
Anfertigung ist seit dem 10. Januar ’95 wegen der starken Toxizität und der Verarmung der Ozonosphäre in der Stratosphäre verboten (Reglement CE No. 3093/94 des Rates 15. Dezember 1994, betreffs Substanzen, die die Ozonschicht verarmen).

Pathogenese

Tetrachlorkohlenstoff ist nicht direkt in den Leberzellen aktiv. Es gibt eine Spaltung des Tetrachlorkohlenstoffs die resultiert in Bildung freier Radikale, die einzigen Verantwortlichen für die Vergiftungserscheinungen. Die Hepatotoxizität ist dosisbedingt. Die Verletzungen fangen an in der zentrolobulären Region zu überwiegen.

Klinische Erscheinungen

Akute Exposition manifestiert sich durch eine Affektion des Zentralnervensystems (Aufregung und nachher Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Störungen des Sehvermögens, Schwindel, Koma) dann gibt es Verdauungsstörungen (Übelkeit, Brechreiz, Bauchschmerzen, Diarrhöe) die digestiven pseudo-chirurgischen Formen öfters mit beginnendem Fieber verursachen, 12 à 24 Stunden später durch eine Lebererkrankung (Leberzytolyse durch Nekrose) gefolgt.

Der Patient zeigt gewöhnlich eine empfindliche Leberschwellung (Hepatomegalie), manchmal Ikterus oder Subikterus und dunklen Harn. Im biologischen Bereich können die Transaminasen stark erhöht (über 100 N) und der PZ sowie der Faktor V auf eine veränderliche Weise erniedrigt sein, Zeichen einer hepatozellulären Insuffizienz.
Die Lebererkrankung wird am 2. oder 3. Tag durch eine akute Oligo-Anurie Tubulopathie (durch Nekrose der Tubuli) zusammen mit peripheren Ödemen und Hypertension verschlimmert. Das Lungenödem, eine öfters vorkommende Komplikation der Intoxikation, ist der Niereninsuffizienz und den direkten Verletzungen der alveolären Wände zuzuschreiben.

Chronischer Alkoholismus, Ursache einer Induktion der mikrosomialen Leberenzyme, ist ein erschwerender Faktor, schon nachgewiesen bei kollektiven Intoxikationen mit identischer Exposition. Die akute Toxizität wird gleichfalls durch Trichloräthyl, Ketone und Phenobarbital erhöht. Die vorgeschlagene Behandlung ist die Verabreichung von N-Acetylcystein (Mucomyst°), Vorboten vom Glutathion, das den zellulären Glutathionsvorrat wiederherstellt und die freien Radikale neutralisiert. Die Prognose dieser Intoxikation ist gut dank der Hämodialyse. Die Genesung geschieht meistens ohne Nachwirkung.

 

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 CHLOROFORM => TRICHLORMETHAN

Chloroform oder Trichlormethan (CHCl3) wird wegen der Toxizität für Leber und Herz (ventrikulare Überempfindlichkeit) nicht mehr verwendet. Im Augenblick wird Chloroform nur noch als chemische Verbindung gebraucht.

1,2 DICHLOROPROPAN (CHC 13-CHCl-CH3)

Lösungs- und Abbeizmittel für Firnisse und Lacke, fürs Entfetten von Metallen und Textilien, Extraktionsmittel für Öle, Fetten und Wachse, organische Verbindungen und Behandlung von Böden. Der Stoff verursacht eine hepatozytare Nekrose zunächst mit einer Depression des Zentralnervensystems und manchmal mit einer Hämolyse und CIVD verbunden.

1,3 DICHLOROPROPENE oder DPC

Für die Räucherung von Böden vor dem Pflanzen benutzt um die Nematoden zu vernichten, die bei Kartoffeln, Gemüse, Tabak, und Warmhauspflanzen schmarotzen.

DCP kann leicht respiratorisch aber auch perkutan aufgenommen werden. Die mukokutane Projektion ruft chemische Brandwunden hervor. Einatmen von Dämpfen löst ORL- und Respirationsreizung aus (Gefahr für organischen OAP) zusammen mit Konjunktivitis und ebrionarkotische (= Betrunkenheit und Rausch) Kennzeichen. Die Lebertoxizität ist nicht dokumentiert: keine einzige Leber-Nieren- Krankheit nach Berufsvergiftung ist beschrieben.

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1,2 DIBROMÄTHAN UND 1,2 DICHLORÄTHAN ODER ÄTHYLENCHLORID

Äthylenchlorid wird hauptsächlich für die Verbindung von monomeren Vinylchloriden benutzt und ist selten Ursache eines menschlichen Akzidens. Sechs Fälle mit 1,2 Dibromäthan, von denen einer tödlich, sind gemeldet worden. Dieses Solvens ruft eine Leber- und eine Nierenkrankheit hervor.

BROMOBENZEN UND CHLOROBENZEN

Brombenzen findet man vor allem in organischen Verbindungen. Chlorbenzen wird gebraucht:

  • als Verdünnung in der Farb- und Firnisindustrie;
  • für die Entfettung in der Textil- und der Metallindustrie;
  • als Extraktionsmittel;
  • bei der Anfertigung von Farbstoffen und bestimmten Tinten;
  • bei der Anfertigung von Fungiziden und bestimmten Insektiziden;
  • in organischen Verbindungen.

Sie sind nur selten verantwortlich für Leberkrankheiten beim Menschen.

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1,1,2,2 TTETRACHLORÄTHAN

Tetrachloräthan ist ein chlorenthaltender aliphatischer Chlorwasserstoff. Sehr hepatotoxisch, verantwortlich für Hepatitis mit Ikterus gemischt, kann zu Zirrhose entwickeln. Es wird als chlorenthaltendes Lösemittel für Zelluloseazetat gebraucht und hat in der Luftfahrtindustrie während der zwei Weltkriege gemischte Leberkrankheiten hervorgerufen. Tetrachloräthan wird im Augenblick nicht mehr als Lösemittel benutzt, dient nur als Ausgangsprodukt für chemische Verbindungen in Versuchslaboratorien.





 2. ANDERE CHLORHALTIGE SOLVENZIEN


Trichloräthylen und Tetrachloräthylen (Perchloräthylen) sind keine Hepatotoxika. Die einzigen Beobachtungen von toxischen Leberkrankheiten durch Schnüffler dieser Substanzen gemeldet, waren eigentlich Trichloräthylenen zuzuschreiben, die nephro- und hepatotoxische Substanzen (Tetrachlorkohlenstoff und 1,2 Dichlorpropan) enthielten.
Infolge dieser Feststellungen hat eine strenge Gesetzgebung in Frankreich einen hohen Reinheitsgrad für das kommerzielle Trichloräthylen auferlegt

2 NITROPROPAN

Lösemittel für Kunstharze, Tinten und Kleber, verursacht fulminante Hepatitis bei Inhalation in verschlossenen Räumen nach einer ersten lärmenden Symptomatologie verknüpft mit einem ebrionarkotischen Krankheitsbild, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Koordinationsstörungen, Atemnot und schmerzen im Thorax. Die Hepatitis ist im Allgemeinen sehr ernsthaft, mit einem 2 bis 3 Tage verzögertem Ausbruch und verbunden mit bedeutender Zytolyse (Transaminasen höher als 100 N). Methämoglobinemie (Hämiglobinemie) ist möglich. Der größte Teil der publizierten Fälle erfährt eine fulminante Entwicklung mit Sterbefällen infolge terminaler hepatozellularer Insuffizienz. Die Diagnose kann durch Bluttitration von 2 Nitropopan bestätigt werden.

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 DIMETHYLFORMAMID (DMF)

Es ist ein Solvens mit einem unangenehmen Geruch (Gift), dessen transkutane Absorption ebenso wichtig ist wie die Respiratorische. Der größte Teil der Berufsvergiftungen ist längerer und wiederholter Infektion der Haut zuzuschreiben, DMF ist wenig flüchtig. Latex- und Neoprenhandschuhe sind DMF durchlässig

Gefährdung

DMF wird sehr oft als Solvens in der Kunststoffindustrie (Acrylfasern) und beim Herstellen von synthetischem Leder verwendet. Es gilt auch als Solvens für Pestizide, Leime, Lacke, Firnisse oder Tinten (Entfernen von Graffiti) und einige Arzneimittel die man in der Tierarzneikunde gebraucht.

Klinische Erscheinungen

DMF kann eine meistens gutartige hepatitische Zytolyse auslösen nach einem einmaligen Kontakt oder nach einem Kontakt, der an verschiedenen Tagen wiederholt wird. Die beobachteten Effekte sind brandige Hautentzündungen (Dermatitiden), manchmal ernstliche, Keratokonjunktivitiden, ein schmerzhaftes abdominales Syndrom, eine Depression des zentralen Nervensystems, eine zytolytische Hepatitis und ein Antabus-Effekt.

  • Hepatitis erscheint gewöhnlich 24 Stunden bis 3 Tage nach der Infektion durch DMF. In den meisten Fällen sind die Transaminasen nur gemäßigt gestiegen. Histologisch gesehen, ist die hepatitische Erkrankung erst eine Leberverfettung, später eine zentro-lobulare Nekrose. Die Ernst der Verletzungen ist dosisabhängig. Die Erkrankung kann ernstlich sein, wenn die Einnahme von DMF bedeutend ist (ein tödlicher Fall publiziert), in den meisten Fällen gibt es aber eine Entwicklung zu Genesung ohne Folgeerscheinungen. Die Erkrankung ist um so mehr verzögert als die Infektion bedeutender ist (Hemmung des eigenen Metabolismus durch DMF erklärt wahrscheinlich diese Eigenart).
  • Das schmerzhafte abdominale Syndrom manifestiert sich meistens durch epigastrische Krämpfe, sowohl wie durch Übelkeit und Erbrechen.
  • Das Antabus Syndrom tritt nach dem Konsum von Alkohol auf, denn DMF ist ein starker Hemmstoff von Aldehyd Dehydrogenasen. Das Syndrom manifestiert sich durch periphere Gefäßerweiterung vor allem im Gesicht und am oberen Teil des Rumpfes, durch eine Sinustachykardie, Hypotenie, Kopfschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüche, Erbrechen..
  • Der depressive Einfluss des Zentralnervensystems löst Asthenie, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit aus..
Es gibt nicht selten Berufsvergiftungen durch DMF. Sie werden sowohl durch eine wechselhafte DMF-Markierung auf den Etiketten der kommerziellen Bereitungen als durchs Tragen von unangepasstem Hautschutz ermöglicht.

Die Behandlung geschieht vor allem durch Verabreichung von N-Acetylcystein.

 

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 PYRIDIN

Ein heterozyklisches schwefelhaltiges Solvens, das als Laborreaktiv gebraucht wird, als Synthesemittel für Insektizide und Arzneimittel und auch als Lösemittel in der Gummiproduktion. Pyridin hat zytolytische Hepatitiden nach oraler Einnahme hervorgerufen. In der Arbeitsstätte ist der Geruch sehr ekelhaft, schon ab 1 ppm (part per million) wahrnehmbar, beschränkt zu inhalieren.


METALLE UND NICHTMETALLE

 PHOSPHOR

Leberentzündung durch Phosphor ist heutzutage durch das Verschwinden von phosphorhaltigem Rattengift und von Phosphor in Streichhölzern ein Ausnahmefall. Die Infektion ist der Einnahme des weißen Phosphors oder des Zinkphosphids zuzuschreiben. Die Nekrose manifestiert sich bei Mengen von weniger als 100 mg und dominiert in der periportalen Zone.

ARSENIk

Gefährdung

Arsenik gibt es als Unreinheit in zahlreichen Erzen. Die wichtigsten Berufsrisiken gibt es bei der Einwirkung eines Gases auf arsenhaltige Erze bei hohen Temperaturen (vor allem in Kupfer-, aber auch in Gold-, Blei- und Zinkhütten), bei der Anfertigung von organo-arsenhaltigen Arzneimitteln, bei der Behandlung von Holz mit ACC Fungiziden, in der Glashütte und in der Kristallindustrie (Affinieren von Glas), in Gerbereien, bei der Anfertigung von Pestiziden und der Behandlung der Reben.

Klinische Erscheinungen

Die akute Toxizität manifestiert sich durch eine multiviszerale Erkrankung infolge einer direkten Zytotoxizität auf die Endothelzellen des digestiven Gewebes (heftige Gastro-Enteritis mit profuser Diarrhöe, Erbrechen), des Nervengewebes (zerebrales Ödem, Konvulsionen), des Lebergewebes (Zytolyse), des Nierengewebes (Niereninsuffizienz durch tubuläre Nekrose), des medullaren Gewebes (Hypoplasie) und des Myocardgewebes (Konduktions- und Irritabilitätsprobleme, kardiogener Schock). Die immer sehr langsame Genesung wird durch eine Erkrankung der Haut und des Oberhautbewuchs, und vor allem durch eine sensitivomotorische Polyneuropathie gekennzeichnet.

 

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ARSENHALTIGER WASSERSTOFF

Arsenhaltiger Wasserstoff oder Arsin (Arsenwasserstoff) ist ein farbloses Gas, schwerer als Luft. Die Penetration in den Organismus geschieht ausschließlich über die Respiration. Arsenwasserstoff ist die giftigste aller Arsenderivate.

Gefährdung

Abgesehen von einigen Anwendungen in der elektronischen Industrie wie Zusatzgas bei der Anfertigung von Halbleitern und in organischer Synthese, ist Arsenwasserstoffformung meistens zufällig.
Die wichtigsten Risiken zufälliger Freisetzung arsenhaltigen Wasserstoffs werden in der Metallurgie vorgefunden: bei der Bearbeitung von Erz mit Arsen als Unsauberkeit (Zink, Kupfer, Zinn, Blei und Kobalt), bei dem mit chemischer Säure Beseitigen von Kesselstein aus Wasserkesseln, bei dem Bronzieren von Kunstobjekten, die Restaurierung von Gemälden, die Arsenderivate enthalten. Risiko gibt es immer, wenn Arsen mit entstehendem Wasserstoff oder mit Säurelösungen in Kontakt kommt.

Klinische Erscheinungen

Arsenwasserstoff provoziert eine massive intravaskulare Hämolyse mit Anämie und Hämoglobinurie. Die äußerst rasch und heftig verlaufende Vergiftung kann durch kardiovaskularen Kollaps gleich nach der Exposition den Tod herbeiführen.
Gemäß der Intensität der Exposition fängt die Symptomatologie der akuten Unfälle mit einem allgemeinen Gefühl des Unbehagens, Kopfschmerzen, Parästhesie der Glieder, Zittern, Transpirieren, Übelkeit, Erbrechen und abdominale und lumbale Schmerzen an.

Nachher entstehen allmählich ein Schockzustand mit Blässe und Zyanose und eine akute Niereninsuffizienz namentlich eine Oligoanurie, verbunden mit intratubulärem Niederschlag freien Hämoglobins und mit einer direkten Toxizität des renalen Parenchyms mit rotem Harn.

Öfters taucht nach 24 Stunden eine gemäßigte Leberzytolyse mit einer Steigerung von Transaminasen von 1,5 bis 2 N auf. Die Hepatitis kann verzögert sein. Die Beschreibung kann anschließend durch eine gemäßigte Hyperthermie, einen intensiven mukokutanen Ikterus mit empfindlicher Hepatomegalie, eine CIVD und eine Rhabdomyolysis kompliziert werden.
Tod kommt bei ungefähr 10 bis 25 % der Fälle vor, die Entwicklung kann durch das Entstehen von Arsenkomplikationen gekennzeichnet werden: Alopecia, periphere Neuropathie, megaloblastäre Anämie. Folgen wie chronische Niereninsuffizienz mit HTA sind auch möglich.

 

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BLEI

Einige seltene Beobachtungen melden Leberzytolyse bei massiver Vergiftung.

 KADMIUM

Gefährdung

Kadmium wird in Legierungen von Stahl, Zink und Kupfer verwendet. Es ermöglicht die Herstellung von Batterien und Akkumulatoren und die Herstellung korrosionverhütender Metallbeläge durch Elektrolyse oder durch Eintauchen.
Die mineralen Kadmiumverbindungen sind Stabilisatoren von plastischen Substanzen und von gelben oder orangefarbigen Pigmenten für Farben, Tinten und Email. Sie werden auch für die Anfertigung von Sicherungen, photoelektrischen Zellen, Halbleitern und leuchtenden Substanzen benutzt.

Klinische Erscheinungen

Bei akuten Unfällen sind konzentrierte Oxiddämpfe und -ausdünstungen beißend für die Respirationswege und sie können eine chemische Pneumonie, eine ‘kadmische Pneumonie’ und sogar einen organischen OAP auslösen.
Die Inhalation gemäßigt konzentrierter Dämpfe und Ausdünstungen kann die Ursache einer Episode mit ’Metallfieber’ sein. Ausnahmsweise kann die Respirationskrankheit durch eine Leber- (Zytolysis) und Nierenerkrankung (proximale Tubulopathie mit phospho-gluco-amino Diabetes) kompliziert werden.

Biologische Diagnose

Geschieht durch die Kadmiumtitration. Der normale Prozentsatz ist niedriger als 5 Mikrogramm/1.

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 ZERSETZUNGSMITTEL

Dinitrophenol (Ausgangsprodukt für die Synthese Färbemittel, Sprengstoffe, Produkte für die photographische Entwicklung und Pestizide) und Dinitro-Orthokresol sind Substanzen, welche die mitochondriale oxidative Phosphorylatie zersetzen und bei akuten und massiven Intoxikationen eine zufällige Lebernekrose hervorrufen können.



ORGANOCHLOR

Gefährdung

Organochlor wird als Insektizid für die Behandlung von Böden und Sämereien benutzt. Nur drei Moleküle bleiben in Frankreich kommerzialisiert: Dienochlor, Endosulfan oder Thiodan und Lindan. DDT ist verboten. Absorption geschieht vor allem perkutan aber auch durch Einatmung.

Klinische Erscheinungen

Bei schweren Formen akuter Intoxikationen gibt es erst digestive Zeichen (Erbrechen, Diarrhöe, abdominale Schmerzen) dann entsteht mentale Verstörtheit mit Zittern und Ataxie und anschließend gibt es allgemeine Konvulsionen und Koma.
Das Bild ist verbunden mit Stoffwechselazidose und kann entweder durch Rhabdomyolyse, oder manchmal durch Leberzytolyse (Lindan) oder durch renale Tubulopathie verknüpft mit Myoglobinurie schlimmer werden. Hyperirritabilität des Myokards und ein Lungenödem sind möglich vor allem mit Lindan.

Biologische Diagnose

Geschieht durch Organochlortitration

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 POLYCHLOROBIPHENYL (PCB)

Sehr giftige Kohlenstoffverbindung, benutzt als Kühlmittel und um Plastics oder Farben weich zu machen; wird in kommerziellen Präparaten wie Phenochlor und Pyralen vorgefunden, in denen PCB mit Trichlorbenzen gemischt ist.
PCB ist praktisch nicht biozerlegbar, daher gibt es ein ernsthaftes Ekotoxizitätsproblem (Bioakkumulation die Nahrungskette entlang).
Die Pyrolyse zu Temperaturen zwischen 450 und 700° C setzen nicht nur Salzsäure frei, sondern auch Kohlenstoffmonoxid, Polychlordibenzofuran (PCDF) und Spuren von Polychlordibenzodioxin..

Gefährdung

Bis Mitte der siebziger Jahre wurden die PCBs als hydraulische Flüssigkeiten, Schmierungen, Additive für Plastics oder als Energie und wegen ihrer Unbrennbarkeit als isolierende Flüssigkeiten in kräftigen Transformatoren und elektrischen Kondensatoren benutzt.

Laut Urteil vom 8. Juli 1975 wurde in Frankreich den Gebrauch auf geschlossene elektrische Systeme, grundsätzlich wenig feuergefährlich, eingeschränkt. Seit dem 1. Juli 86 ist das Vermarkten in neuen Systemen in der ganzen EEG verboten.
Im Augenblick sind die Arbeiten an den zahlreichen elektrischen Anlagen die noch PCBs enthalten die wichtigste Form von Berufsgefahr. Durchbrennen eines Reaktors für TrichlorPhenolbindung war 1976 die Ursache einer Umweltkatastrophe in Seveso. Dabei wurden Polychlordibenzodioxinen (PCDD) freigesetzt.

Klinische Erscheinungen

Akute Gefährdung durch Brand eines Transformators mit PCB , verursacht auch eine Gefährdung durch die Produkte der Pyrolyse: Salzsäure, PCDF und PCDD. PCDD wird als der Stoff betrachtet, der am meisten für folgende Erscheinungen verantwortlich ist:

  • Unbehagen mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Augenirritationen, ORL- und Respirationsprobleme der Salzsäure zuzuschreiben.
  • Chlorakne kann mehrere Monate nach der Gefährdung auftauchen, mit einer Intensität die infektionsabhängig ist und die mehrere Jahre anhält.
  • biologische Leberanomalien (gemäßigte Steigerung von Triglyzeriden, von ?GT , von Transaminasen, von PA öfters mit Hepatomegalie.
  • Asthenie, kognitive Störungen (Gedächtnisstörungen, Verlängerung der Reaktionszeit), Launenhaftigkeit.
Biologische Diagnose

Plasmatitration der PCBs ist ein indirektes Mittel um die Gefahr der Furanen und Dioxinen, Produkte von Pyrolyse, zu evaluieren. Die Maßanalyse ist aber delikat, lang und teuer.

 

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3. DIVERSE SUBSTANZEN


 HYDRAZIN

Hydrazin ist eine farblose, giftige Flüssigkeit, Verbindung von Wasserstoff und Stickstoff, die in wässrige Auflösungen als Synthetisiermittel porogener Agenzien für plastische Substanzen, Pestizide und Arzneimittel (Isoniazid, Dihydralazin) benutzt wird.

Die Verbindung wird auch als Korrosionsschutzmittel und als Base für die Anfertigung von Farbstoffen benutzt.

Die mukokutane Projektion führt chemische Brandwunden herbei, deren Intensität variieren je nach der Konzentration und der Länge des Kontakts. Die Dämpfe sind äußerst irritierend für die Atmungsorgane und können einen organischen OAP auslösen.

Hydrazin verursacht eine Herabsetzung der epileptogenen Schwelle.

Hydrazin ist auch für Hämolyse und Leber-Nieren-Erkrankungen verantwortlich.


 NITROSAMINEN

Die wichtigste Quelle exogener menschlicher Gefährdung durch Nitrosaminen ist Tabak. Bestimmte Berufstätigkeiten können die Ursache einer Gefahr sein: die Lederindustrie, die Gummiindustrie und die Metallurgie.

Die Nitrosaminen, vor allem Dimethylnitrosamine, sind hepatotoxisch. Meldungen von beruflichen menschlichen Intoxikationen sind selten.

 

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4 DIAMINODIPHENYLMETHAN (DDM) ou 4,4 méthylènedianilin (MDA).

Gefährdung

Es ist ein aromatisches Amin, dessen Gebrauch als Härter von Epoxidharzen, Polyurethanen und als Antioxidans für Gummi weitverbreitet ist.
In Frankreich genehmigt das Dekret vom 28. August ‘89 die Anwendung von Konzentrationen über 0,1 Prozent ausschließlich für Forschung oder Analyse.

Klinische Erscheinungen

  • Bei akuten Fälle verursacht DDM eine gemischte Hepatitis von Nekrose der Leberparenchymzellen zusammen mit Cholestase. Die akute Symptomatologie besteht aus Schmerzen im rechten Hypochondrium, gefolgt durch Fieber, Myalgie, Kopfschmerzen, flüchtigen Hautausschlag, anschließend eindeutigen Ikterus mit Pruritus. Die Steigerung des konjugierten Bilirubins, der alkalischen Phosphatasen und der gemäßigten Transaminasen, weniger als 10 N, gehen biologisch gesehen zusammen. Die Genesung hat sich in allen publizierten Fällen spontan und ohne Folgeerscheinungen entwickelt.
  • Bei chronischer Gefährdung kann DDM für eine isolierte und asymptomatische Steigerung der Transaminasen und/oder des Bilirubins und/oder der alkalischen Phosphatasen verantwortlich sein, gegen Konzentrationen die viel niedriger sind als die VME im Hinblick auf die vorherrschende perkutane Penetration.
Überwachung von gefährdeten Personen

Die transkutane Penetration dieses leicht fettlöslichen Amins rechtfertigt die Überwachung von berufsgefährdeten Personen durch Vermessung des DDM im Harn und biologische Überwachung der Leberfunktion.

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 HALOTHAN

Halothan oder Fluothan ist ein halogenes Derivat von Äthan (2 Brom, 2 Chlor, 1,1,1 Trifluoroäthan), von dem der intermediäre Metabolismus, Zytochrom P450 abhängig ist und das die Bildung mehrerer elektrophfilen Derivate verantwortlich für lipoide Peroxidation verursacht. Heute wird angenommen, dass diese zellulären Änderungen nur bei bestimmten Personen sekundär eine Empfindlichkeit für Halothan erwecken, womit die Verschlimmerung von Verletzungen bei wiederholter Einnahme und das sporadische Auftauchen von toxischen Hepatitiden erklärt wäre.

Klinische Erscheinungen

Halothan oder Fluothan ist ein halogenes Derivat von Äthan (2 Brom, 2 Chlor, 1,1,1 Trifluoroäthan), von dem der intermediäre Metabolismus, Zytochrom P450 abhängig ist und das die Bildung mehrerer elektrophfilen Derivate verantwortlich für lipoide Peroxidation verursacht. Heute wird angenommen, dass diese zellulären Änderungen nur bei bestimmten Personen sekundär eine Empfindlichkeit für Halothan erwecken, womit die Verschlimmerung von Verletzungen bei wiederholter Einnahme und das sporadische Auftauchen von toxischen Hepatitiden erklärt wäre.

Klinische Erscheinungen

Hepatitiden durch Halothan sind hauptsächlich wahrgenommen bei Kranken, die mit dieser Substanz betäubt wurden und denn noch vereinzelt. Sogar seltener sind Berufsvergiftungen von Anästhesisten und von Personal im Operationssaal oder im Entbindungszimmer.

Hepatitis taucht auf, wenn Halothan mehrmals in kurzen Abständen eingenommen wird und manifestiert sich am 5. Tag nach der Narkose durch zytolytischen Ikterus verbunden mit allgemeinen Äußerungen von Überempfindlichkeit (Ausschlag, Fieber, Hypereosinophilie).

Die Prognose dieser Hepatitiden ist schlimm (50 % Todesfälle), mit Entwicklung zu hepatozellulare Insuffizienz.
Die Diagnose beruht auf dem Nachweisen von spezifischen Auto-Antistoffen, gegen die Leberzellenmembran gewendet.
Vorbeugung wird durch das Zustandebringen eines Antipollutionssystems und die Arbeit im geschlossenen Kreis gesichert. Das gleichfalls benutzte Enfluran ist außergewöhnlich hepatotoxisch, Isofluran wird nicht als hepatotoxisch betrachtet.
Die klassische Gefährdung durch mehrere bereits genannte industrielle hepatotoxische Stoffe, sind heute ziemlich ungewöhnlich infolge Maßnahmen um die giftigsten Stoffe zu ersetzen und durch eine normative Politik, die die Grenzwerte der Konzentrationen an den erwähnten Arbeitsplätzen bestimmt..

Seit Anfang der achtziger Jahre sind neue Studien über Leberrisiken durch Gefährdung leicht hepatotoxischer Stoffe erschienen (häufige industrielle Situation, z.B. für Lösemittel in der Farbenfabrik), weil man weiß, dass bestimmte Substanzen, wie Ketone , die Gifte verstärken genau so wie die gleichzeitige Einnahme von Alkohol oder bestimmte Arzneimittel.
Der Effekt von Alkoholkonsum ist ganz deutlich und rechtfertigt eine gezielte, klinische und biologische Aufsicht der Arbeitnehmer, die der Gefahr von Lösemitteln ausgesetzt worden sind und überdies persönliche Risiken laufen (Alkohol, Arzneimittel).


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4. CHRONISCHE LEBERKRANKHEITEN

IEs handelt sich hier entweder um portale Fibrose (meistens) oder Zirrhose wohl oder nicht kompliziert durch portale Hypertension (PHT) (Bluthochdruck), oder Splenomegalie (Megalosplenie) mit Leukopenie (Hypoleukozytose) und Trombopenie (Trombozytopenie), oder ösophage Varizen mit digestiven Hämorrhagien, oder primitiven Leberkrebs.

 ARSENIK

Arsenik in Trioxidform wird in medizinischer Therapie in Form des Likörs von Fowler bei der Behandlung bestimmter Dermatosen gebraucht, namentlich Psoriasis. Das Metalloid ist in zahlreichen metallhaltigen Erzen vorhanden und wird in bestimmten Pestiziden für die Behandlung von Reben verwendet.

  • Chronische Intoxikation durch Einnahme von Arsenik führt zu einer portalen Fibrose. PHT des presinusoidalen Typs ist wichtig und kann digestive Hämorrhagie durch Bruch der ösophagen Varizen hervorrufen. Die Verantwortlichkeit von Arsenik für das Auftauchen von Zirrhose in bestimmten Berufsgruppen, namentlich die Winzer, wurde zur Sprache gebracht
  • Die chronisch Einnahme von Arsenik könnte auch die Ursache von Angiosarkomen und Hämangioendotheliomen sein. Die Ausbruchsfrist ist 40 Jahr.
 VINYLCHLORID oder MONOCHLORÄTHYLEN

Monomeres Vinylchlorid (MVC) ist ein entzündbares Gas, das sich unter den Einfluss von Oxygenium, Wärme und bestimmten Katalysatoren leicht polymerisiert. In industriellem Milieu wird MVC hauptsächlich in unter Druck flüssiger Form gelagert, transportiert und verwendet.

Gefährdung

MVC wird seit den dreißiger Jahren für die Produktion von Polyvinylchlorid (PVC) benutzt, das die Basis sehr viel plastischer Substanzen (Wasserflaschen, Bodenbelag, Fensterrahmen, usw.) bildet. Die beträchtlichste Gefährdung gibt es in den Werkstätten für Polymerisierung beim Reinigen und Abklopfen von Autoklaven. Die MVC Gefährdung ist vorschriftsmäßig beschränkt (Dekret vom 12.03.80: die Durchschnittskonzentrationen, die respektiert werden sollen, sind 1 ppm für funktionierende Installationen und 0,5 ppm für neue Installationen).
Die heutigen Verpflichtungen die schwer auf den Polymergehalt von PVC wiegen, machen die Umweltrisiken unerheblich: weniger als 1 ppm für Anwendung in der Lebensmittelbranche und weniger als 10 ppm für andere Anwendung.

Pathogenie

Die Toxizität von MVC erwächst aus der Transformation in reaktive elektrophile Metaboliten: Chloräthenoxid und Chlorazetaldehyd.

Klinische Erscheinungen

Chronischer Kontakt mit MVC kann eine hepatitische Fibrose provozieren, die mit PHT, ösophagen Varizen, Splenomegalie und Trombopenie kann verbunden sein.

Längerer Kontakt (länger als 10 Jahre) ist die Ursache eines hepatitischen Angiosarkoms, eines in der allgemeinen Bevölkerung äußerst ungewöhnlichen Tumors mit einer ernsthaften Prognose (Durchschnittsüberleben weniger als 1 Jahr), die sich von den Zellen aus rund um die Sinusoide entwickelt.
Das Angiosarkom taucht mit einer Durchschnittslatenz von 22 bis 25 Jahr auf, wohl oder nicht verbunden mit einer Fibrose. Es ist das Bild einer schmerzhaften Hepatomegalie mit Ikterus, Aszites, Hämoperitoneum, PHT.
Die Diagnose gründet auf das medizinische Bild und die Histologie. Überdies ist MVC für die ‘Erkrankung der Abklopfer von Autoklaven’ verantwortlich; sie äußert sich in angioneurotonischen Problemen der Finger, Erscheinungen von Akro-Osteolyse manchmal verbunden mit Verletzungen sklerodermischer Art.

Überwachung von gefährdeten Personen

Polymerisierungsarbeiten von Vinylchlorid gehören zu den Arbeiten, die eine medizinische Sonderüberwachung notwendig machen. Harntitration thiodiglykolischer Säure ist unwichtig für Gefährdung niedriger als 5 ppm. Sie kann ein Hinweis im Fall einer zufälligen Gefährdung durch eine höhere Dosis sein. Das Normalprozent liegt niedriger als oder ist 2 mg/1 gleich.

Eine postberufliche Überwachung alle 2 Jahre wird den Arbeitnehmern vorgeschlagen. Die Echografie und die biologisch hepatitische Bilanz bleiben die wichtigste Untersuchungsmethoden dieser Nachsorge.

 

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TETRACHLORKOHLENSTOFF

Chronische Gefährdung resultiert in einer Fettleberdegeneration (Steatose), die sich zu Zirrhose entwickelt (potenziert durch die Einnahme von Azeton oder Äthanol) und in einer glomerularen renalen und tubulointerstitiellen Erkrankung, die sich normalerweise zu Genesung fortentwickelt (nach renaler Reinigung).

Fälle von hepatozellularen Karzinomen sind veröffentlicht worden.
Eine Erkrankung der Nebennieren wird auch vermutet bei Gefährdung durch Tetrachlormethan.

 

 POLYCHLORBIPHENYL (PCB)

Fettleber wohl oder nicht verbunden mit biologischen Anomalien (Erhöhung der Transaminasen, der Triglyzeride und/oder des Cholesterins) so wie eine bescheidene Hepatomegalie sind bei Arbeitern in Betrieben für Transformatoren und elektrische Kondensatoren beobachtet.

Epidemiologische Untersuchungen von durch PCBs gefährdeten Arbeitnehmern, haben keine höhere Mortalität durch Leberkrebs nachgewiesen.

Die Feststellung eines Lebertumors wie das Angiosarkom, muss, im Hinblick auf die geringe Prävalenz bei der allgemeinen Bevölkerung (1 à 3 %), systematisch nach einer Gefährdung durch Arsenik oder Vinylchlorid suchen machen.

 

BERYLLIUM

Die bedeutendsten Umstände von Berufsgefährdung sind die Berylliummetallurgie, die keramische Industrie, die Betriebe für elektronische Bestandteile, die Glasindustrie und die Lötung mit Elektroden die Beryllium enthalten.
Beryllium kann für chronische Berylliose verantwortlich sein, diese multiviszerale Granulomatose erscheint überwiegend auf dem Niveau der Lunge, wo sie eine Erkrankung in der Nähe von Sarkoidose verursacht. Die anderen viszeralen Stellen, namentlich im Bereich der Leber, der Milz und der Nieren sind viel seltener.

Die Feststellung eines Lebertumors wie das Angiosarkom, muss, im Hinblick auf die geringe Prävalenz bei der allgemeinen Bevölkerung (1 à 3 %), systematisch nach einer Gefährdung durch Arsenik oder Vinylchlorid suchen machen.


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