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HEPATITIS UND ARBEIT: LEBER UND BERUFLICHE GIFTE
Von Dr. Christine COLLAT |
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VERSCHIEDENE SUBSTANZEN 3. CHRONISCHE LEBERLEIDEN Arsenik Vinylchlorid oder Monochloräthylen Tétrachlorure de carbone Polychlorobiphenyl (PCB) Beryllium |
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| 1. SOLVENZIEN Tetrachlorkohlenstoff Trichlormethan (Chloroform) 1,2 Dichloropropan 1,3 Dichloropropen oder DPC 1,2 Dibromoethan 1,2 Dichloräthan oder Äthylenchlorid Bromobenzen et Chlorobenzen 1,1,2,2 Tetrachloräthan 2. ANDERE CHLORSOLVENZIEN 2 Nitropropan Dimethylformamid (DMF) Pyridin |
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1.
AKUTE TOXISCH ZYTOLYTISCHE LEBERKRANKHEITEN
Die Oxidation
bestimmter Xenobiotika durch mehrere Isoenzyme, die das System der Mono-Oxygenasen
bei Zytochrom P450 konstituiert, produziert instabile Metaboliten, Reaktive
mit chemisch variierter Natur (freie Radikale z.B. für Tetrachlormethan),
die die zellulare Bestandteile angreifen werden.
Tetrachlorkohlenstoff oder Tetrachlormethan (CCl4) ist ein halogener aliphatischer Kohlenwasserstoff aus Methan gewonnen. Dieses Chlor enthaltende Solvens ist eine farblose und flüchtige Flüssigkeit. Die Respiration ist der wichtigste Eingang, perkutane Absorption kann aber zu Lebertoxizität beitragen. Gefährdung Weil
die Toxizität sich schon nach einfachem Einatmen manifestieren kann,
ist der Gebrauch wesentlich eingeschränkt. Tetrachlorkohlenstoff
wurde früher beim chemischen Reinigen und Dämpfen und in Feuerlöschgeräten
benutzt, weil er nicht brennbar ist. Wegen der Vergiftungsgefahr, vor
allem bei hohen Temperaturen, ist die Benutzung in Feuerlöschgeräten
verboten (Rundschreiben von 30.06.61 betreffs des Verbots von Tetrachlormethanlöschern).
Zur Zeit wird der Stoff verwendet:
Pathogenese Tetrachlorkohlenstoff ist nicht direkt in den Leberzellen aktiv. Es gibt eine Spaltung des Tetrachlorkohlenstoffs die resultiert in Bildung freier Radikale, die einzigen Verantwortlichen für die Vergiftungserscheinungen. Die Hepatotoxizität ist dosisbedingt. Die Verletzungen fangen an in der zentrolobulären Region zu überwiegen. Klinische Erscheinungen Akute
Exposition manifestiert sich durch eine Affektion des Zentralnervensystems
(Aufregung und nachher Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Störungen
des Sehvermögens, Schwindel, Koma) dann gibt es Verdauungsstörungen
(Übelkeit, Brechreiz, Bauchschmerzen, Diarrhöe) die digestiven
pseudo-chirurgischen Formen öfters mit beginnendem Fieber verursachen,
12 à 24 Stunden später durch eine Lebererkrankung (Leberzytolyse
durch Nekrose) gefolgt.
Chloroform
oder Trichlormethan (CHCl3) wird wegen der Toxizität für Leber
und Herz (ventrikulare Überempfindlichkeit) nicht mehr verwendet.
Im Augenblick wird Chloroform nur noch als chemische Verbindung gebraucht. 1,2 DICHLOROPROPAN (CHC 13-CHCl-CH3) Lösungs-
und Abbeizmittel für Firnisse und Lacke, fürs Entfetten von
Metallen und Textilien, Extraktionsmittel für Öle, Fetten und
Wachse, organische Verbindungen und Behandlung von Böden. Der Stoff
verursacht eine hepatozytare Nekrose zunächst mit einer Depression
des Zentralnervensystems und manchmal mit einer Hämolyse und CIVD
verbunden. Für
die Räucherung von Böden vor dem Pflanzen benutzt um die Nematoden
zu vernichten, die bei Kartoffeln, Gemüse, Tabak, und Warmhauspflanzen
schmarotzen. 1,2 DIBROMÄTHAN UND 1,2 DICHLORÄTHAN ODER ÄTHYLENCHLORID Äthylenchlorid
wird hauptsächlich für die Verbindung von monomeren Vinylchloriden
benutzt und ist selten Ursache eines menschlichen Akzidens. Sechs Fälle
mit 1,2 Dibromäthan, von denen einer tödlich, sind gemeldet
worden. Dieses Solvens ruft eine Leber- und eine Nierenkrankheit hervor. Brombenzen findet man vor allem in organischen Verbindungen. Chlorbenzen wird gebraucht:
Sie sind nur selten verantwortlich für Leberkrankheiten beim Menschen. Tetrachloräthan ist ein chlorenthaltender aliphatischer Chlorwasserstoff. Sehr hepatotoxisch, verantwortlich für Hepatitis mit Ikterus gemischt, kann zu Zirrhose entwickeln. Es wird als chlorenthaltendes Lösemittel für Zelluloseazetat gebraucht und hat in der Luftfahrtindustrie während der zwei Weltkriege gemischte Leberkrankheiten hervorgerufen. Tetrachloräthan wird im Augenblick nicht mehr als Lösemittel benutzt, dient nur als Ausgangsprodukt für chemische Verbindungen in Versuchslaboratorien.
2. ANDERE CHLORHALTIGE SOLVENZIEN
Lösemittel für Kunstharze, Tinten und Kleber, verursacht fulminante Hepatitis bei Inhalation in verschlossenen Räumen nach einer ersten lärmenden Symptomatologie verknüpft mit einem ebrionarkotischen Krankheitsbild, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Koordinationsstörungen, Atemnot und schmerzen im Thorax. Die Hepatitis ist im Allgemeinen sehr ernsthaft, mit einem 2 bis 3 Tage verzögertem Ausbruch und verbunden mit bedeutender Zytolyse (Transaminasen höher als 100 N). Methämoglobinemie (Hämiglobinemie) ist möglich. Der größte Teil der publizierten Fälle erfährt eine fulminante Entwicklung mit Sterbefällen infolge terminaler hepatozellularer Insuffizienz. Die Diagnose kann durch Bluttitration von 2 Nitropopan bestätigt werden. Es ist ein Solvens mit einem unangenehmen Geruch (Gift), dessen transkutane Absorption ebenso wichtig ist wie die Respiratorische. Der größte Teil der Berufsvergiftungen ist längerer und wiederholter Infektion der Haut zuzuschreiben, DMF ist wenig flüchtig. Latex- und Neoprenhandschuhe sind DMF durchlässig Gefährdung DMF wird sehr oft als Solvens in der Kunststoffindustrie (Acrylfasern) und beim Herstellen von synthetischem Leder verwendet. Es gilt auch als Solvens für Pestizide, Leime, Lacke, Firnisse oder Tinten (Entfernen von Graffiti) und einige Arzneimittel die man in der Tierarzneikunde gebraucht. Klinische Erscheinungen DMF kann eine meistens gutartige hepatitische Zytolyse auslösen nach einem einmaligen Kontakt oder nach einem Kontakt, der an verschiedenen Tagen wiederholt wird. Die beobachteten Effekte sind brandige Hautentzündungen (Dermatitiden), manchmal ernstliche, Keratokonjunktivitiden, ein schmerzhaftes abdominales Syndrom, eine Depression des zentralen Nervensystems, eine zytolytische Hepatitis und ein Antabus-Effekt.
Die Behandlung geschieht vor allem durch Verabreichung von N-Acetylcystein.
Ein heterozyklisches
schwefelhaltiges Solvens, das als Laborreaktiv gebraucht wird, als Synthesemittel
für Insektizide und Arzneimittel und auch als Lösemittel in
der Gummiproduktion. Pyridin hat zytolytische Hepatitiden nach oraler
Einnahme hervorgerufen. In der Arbeitsstätte ist der Geruch sehr
ekelhaft, schon ab 1 ppm (part per million) wahrnehmbar, beschränkt
zu inhalieren. METALLE UND NICHTMETALLE Leberentzündung durch Phosphor ist heutzutage durch das Verschwinden von phosphorhaltigem Rattengift und von Phosphor in Streichhölzern ein Ausnahmefall. Die Infektion ist der Einnahme des weißen Phosphors oder des Zinkphosphids zuzuschreiben. Die Nekrose manifestiert sich bei Mengen von weniger als 100 mg und dominiert in der periportalen Zone. Gefährdung Arsenik gibt es als Unreinheit in zahlreichen Erzen. Die wichtigsten Berufsrisiken gibt es bei der Einwirkung eines Gases auf arsenhaltige Erze bei hohen Temperaturen (vor allem in Kupfer-, aber auch in Gold-, Blei- und Zinkhütten), bei der Anfertigung von organo-arsenhaltigen Arzneimitteln, bei der Behandlung von Holz mit ACC Fungiziden, in der Glashütte und in der Kristallindustrie (Affinieren von Glas), in Gerbereien, bei der Anfertigung von Pestiziden und der Behandlung der Reben. Klinische Erscheinungen Die akute Toxizität manifestiert sich durch eine multiviszerale Erkrankung infolge einer direkten Zytotoxizität auf die Endothelzellen des digestiven Gewebes (heftige Gastro-Enteritis mit profuser Diarrhöe, Erbrechen), des Nervengewebes (zerebrales Ödem, Konvulsionen), des Lebergewebes (Zytolyse), des Nierengewebes (Niereninsuffizienz durch tubuläre Nekrose), des medullaren Gewebes (Hypoplasie) und des Myocardgewebes (Konduktions- und Irritabilitätsprobleme, kardiogener Schock). Die immer sehr langsame Genesung wird durch eine Erkrankung der Haut und des Oberhautbewuchs, und vor allem durch eine sensitivomotorische Polyneuropathie gekennzeichnet.
ARSENHALTIGER WASSERSTOFF Arsenhaltiger Wasserstoff oder Arsin (Arsenwasserstoff) ist ein farbloses Gas, schwerer als Luft. Die Penetration in den Organismus geschieht ausschließlich über die Respiration. Arsenwasserstoff ist die giftigste aller Arsenderivate. Gefährdung Abgesehen
von einigen Anwendungen in der elektronischen Industrie wie Zusatzgas
bei der Anfertigung von Halbleitern und in organischer Synthese, ist Arsenwasserstoffformung
meistens zufällig. Klinische Erscheinungen Arsenwasserstoff
provoziert eine massive intravaskulare Hämolyse mit Anämie und
Hämoglobinurie. Die äußerst rasch und heftig verlaufende
Vergiftung kann durch kardiovaskularen Kollaps gleich nach der Exposition
den Tod herbeiführen.
Einige seltene Beobachtungen melden Leberzytolyse bei massiver Vergiftung. Gefährdung Kadmium
wird in Legierungen von Stahl, Zink und Kupfer verwendet. Es ermöglicht
die Herstellung von Batterien und Akkumulatoren und die Herstellung korrosionverhütender
Metallbeläge durch Elektrolyse oder durch Eintauchen. Klinische Erscheinungen Bei akuten
Unfällen sind konzentrierte Oxiddämpfe und -ausdünstungen
beißend für die Respirationswege und sie können eine chemische
Pneumonie, eine kadmische Pneumonie und sogar einen organischen
OAP auslösen. Biologische Diagnose Geschieht durch die Kadmiumtitration. Der normale Prozentsatz ist niedriger als 5 Mikrogramm/1. Dinitrophenol (Ausgangsprodukt für die Synthese Färbemittel, Sprengstoffe, Produkte für die photographische Entwicklung und Pestizide) und Dinitro-Orthokresol sind Substanzen, welche die mitochondriale oxidative Phosphorylatie zersetzen und bei akuten und massiven Intoxikationen eine zufällige Lebernekrose hervorrufen können. Gefährdung Organochlor wird als Insektizid für die Behandlung von Böden und Sämereien benutzt. Nur drei Moleküle bleiben in Frankreich kommerzialisiert: Dienochlor, Endosulfan oder Thiodan und Lindan. DDT ist verboten. Absorption geschieht vor allem perkutan aber auch durch Einatmung. Klinische Erscheinungen Bei schweren
Formen akuter Intoxikationen gibt es erst digestive Zeichen (Erbrechen,
Diarrhöe, abdominale Schmerzen) dann entsteht mentale Verstörtheit
mit Zittern und Ataxie und anschließend gibt es allgemeine Konvulsionen
und Koma. Biologische Diagnose Geschieht durch Organochlortitration Sehr
giftige Kohlenstoffverbindung, benutzt als Kühlmittel und um Plastics
oder Farben weich zu machen; wird in kommerziellen Präparaten wie
Phenochlor und Pyralen vorgefunden, in denen PCB mit Trichlorbenzen gemischt
ist. Gefährdung Bis Mitte
der siebziger Jahre wurden die PCBs als hydraulische Flüssigkeiten,
Schmierungen, Additive für Plastics oder als Energie und wegen ihrer
Unbrennbarkeit als isolierende Flüssigkeiten in kräftigen Transformatoren
und elektrischen Kondensatoren benutzt. Klinische Erscheinungen Akute Gefährdung durch Brand eines Transformators mit PCB , verursacht auch eine Gefährdung durch die Produkte der Pyrolyse: Salzsäure, PCDF und PCDD. PCDD wird als der Stoff betrachtet, der am meisten für folgende Erscheinungen verantwortlich ist:
Plasmatitration
der PCBs ist ein indirektes Mittel um die Gefahr der Furanen und Dioxinen,
Produkte von Pyrolyse, zu evaluieren. Die Maßanalyse ist aber delikat,
lang und teuer. Hydrazin ist eine farblose, giftige Flüssigkeit, Verbindung von Wasserstoff und Stickstoff, die in wässrige Auflösungen als Synthetisiermittel porogener Agenzien für plastische Substanzen, Pestizide und Arzneimittel (Isoniazid, Dihydralazin) benutzt wird. Die Verbindung wird auch als Korrosionsschutzmittel und als Base für die Anfertigung von Farbstoffen benutzt. Die mukokutane Projektion führt chemische Brandwunden herbei, deren Intensität variieren je nach der Konzentration und der Länge des Kontakts. Die Dämpfe sind äußerst irritierend für die Atmungsorgane und können einen organischen OAP auslösen. Hydrazin
verursacht eine Herabsetzung der epileptogenen Schwelle. Die wichtigste Quelle exogener menschlicher Gefährdung durch Nitrosaminen ist Tabak. Bestimmte Berufstätigkeiten können die Ursache einer Gefahr sein: die Lederindustrie, die Gummiindustrie und die Metallurgie. Die Nitrosaminen, vor allem Dimethylnitrosamine, sind hepatotoxisch. Meldungen von beruflichen menschlichen Intoxikationen sind selten.
4 DIAMINODIPHENYLMETHAN (DDM) ou 4,4 méthylènedianilin (MDA). Gefährdung Es ist
ein aromatisches Amin, dessen Gebrauch als Härter von Epoxidharzen,
Polyurethanen und als Antioxidans für Gummi weitverbreitet ist. Klinische Erscheinungen
Die transkutane Penetration dieses leicht fettlöslichen Amins rechtfertigt die Überwachung von berufsgefährdeten Personen durch Vermessung des DDM im Harn und biologische Überwachung der Leberfunktion. Halothan oder Fluothan ist ein halogenes Derivat von Äthan (2 Brom, 2 Chlor, 1,1,1 Trifluoroäthan), von dem der intermediäre Metabolismus, Zytochrom P450 abhängig ist und das die Bildung mehrerer elektrophfilen Derivate verantwortlich für lipoide Peroxidation verursacht. Heute wird angenommen, dass diese zellulären Änderungen nur bei bestimmten Personen sekundär eine Empfindlichkeit für Halothan erwecken, womit die Verschlimmerung von Verletzungen bei wiederholter Einnahme und das sporadische Auftauchen von toxischen Hepatitiden erklärt wäre. Klinische Erscheinungen Halothan oder Fluothan ist ein halogenes Derivat von Äthan (2 Brom, 2 Chlor, 1,1,1 Trifluoroäthan), von dem der intermediäre Metabolismus, Zytochrom P450 abhängig ist und das die Bildung mehrerer elektrophfilen Derivate verantwortlich für lipoide Peroxidation verursacht. Heute wird angenommen, dass diese zellulären Änderungen nur bei bestimmten Personen sekundär eine Empfindlichkeit für Halothan erwecken, womit die Verschlimmerung von Verletzungen bei wiederholter Einnahme und das sporadische Auftauchen von toxischen Hepatitiden erklärt wäre. Klinische Erscheinungen Hepatitiden durch Halothan sind hauptsächlich wahrgenommen bei Kranken, die mit dieser Substanz betäubt wurden und denn noch vereinzelt. Sogar seltener sind Berufsvergiftungen von Anästhesisten und von Personal im Operationssaal oder im Entbindungszimmer. Hepatitis taucht auf,
wenn Halothan mehrmals in kurzen Abständen eingenommen wird und manifestiert
sich am 5. Tag nach der Narkose durch zytolytischen Ikterus verbunden
mit allgemeinen Äußerungen von Überempfindlichkeit (Ausschlag,
Fieber, Hypereosinophilie). 4.
CHRONISCHE LEBERKRANKHEITEN
IEs handelt sich hier entweder um portale Fibrose (meistens) oder Zirrhose wohl oder nicht kompliziert durch portale Hypertension (PHT) (Bluthochdruck), oder Splenomegalie (Megalosplenie) mit Leukopenie (Hypoleukozytose) und Trombopenie (Trombozytopenie), oder ösophage Varizen mit digestiven Hämorrhagien, oder primitiven Leberkrebs. Arsenik in Trioxidform wird in medizinischer Therapie in Form des Likörs von Fowler bei der Behandlung bestimmter Dermatosen gebraucht, namentlich Psoriasis. Das Metalloid ist in zahlreichen metallhaltigen Erzen vorhanden und wird in bestimmten Pestiziden für die Behandlung von Reben verwendet.
Monomeres Vinylchlorid (MVC) ist ein entzündbares Gas, das sich unter den Einfluss von Oxygenium, Wärme und bestimmten Katalysatoren leicht polymerisiert. In industriellem Milieu wird MVC hauptsächlich in unter Druck flüssiger Form gelagert, transportiert und verwendet. Gefährdung MVC wird
seit den dreißiger Jahren für die Produktion von Polyvinylchlorid
(PVC) benutzt, das die Basis sehr viel plastischer Substanzen (Wasserflaschen,
Bodenbelag, Fensterrahmen, usw.) bildet. Die beträchtlichste Gefährdung
gibt es in den Werkstätten für Polymerisierung beim Reinigen
und Abklopfen von Autoklaven. Die MVC Gefährdung ist vorschriftsmäßig
beschränkt (Dekret vom 12.03.80: die Durchschnittskonzentrationen,
die respektiert werden sollen, sind 1 ppm für funktionierende Installationen
und 0,5 ppm für neue Installationen). Pathogenie Die Toxizität von MVC erwächst aus der Transformation in reaktive elektrophile Metaboliten: Chloräthenoxid und Chlorazetaldehyd. Klinische Erscheinungen Chronischer Kontakt mit MVC kann eine hepatitische Fibrose provozieren, die mit PHT, ösophagen Varizen, Splenomegalie und Trombopenie kann verbunden sein. Längerer Kontakt
(länger als 10 Jahre) ist die Ursache eines hepatitischen Angiosarkoms,
eines in der allgemeinen Bevölkerung äußerst ungewöhnlichen
Tumors mit einer ernsthaften Prognose (Durchschnittsüberleben weniger
als 1 Jahr), die sich von den Zellen aus rund um die Sinusoide entwickelt. Überwachung von gefährdeten Personen Polymerisierungsarbeiten
von Vinylchlorid gehören zu den Arbeiten, die eine medizinische Sonderüberwachung
notwendig machen. Harntitration thiodiglykolischer Säure ist unwichtig
für Gefährdung niedriger als 5 ppm. Sie kann ein Hinweis im
Fall einer zufälligen Gefährdung durch eine höhere Dosis
sein. Das Normalprozent liegt niedriger als oder ist 2 mg/1 gleich.
Chronische Gefährdung resultiert in einer Fettleberdegeneration (Steatose), die sich zu Zirrhose entwickelt (potenziert durch die Einnahme von Azeton oder Äthanol) und in einer glomerularen renalen und tubulointerstitiellen Erkrankung, die sich normalerweise zu Genesung fortentwickelt (nach renaler Reinigung). Fälle von hepatozellularen
Karzinomen sind veröffentlicht worden.
Fettleber wohl oder nicht verbunden mit biologischen Anomalien (Erhöhung der Transaminasen, der Triglyzeride und/oder des Cholesterins) so wie eine bescheidene Hepatomegalie sind bei Arbeitern in Betrieben für Transformatoren und elektrische Kondensatoren beobachtet. Epidemiologische Untersuchungen von durch PCBs gefährdeten Arbeitnehmern, haben keine höhere Mortalität durch Leberkrebs nachgewiesen. Die Feststellung eines Lebertumors wie das Angiosarkom, muss, im Hinblick auf die geringe Prävalenz bei der allgemeinen Bevölkerung (1 à 3 %), systematisch nach einer Gefährdung durch Arsenik oder Vinylchlorid suchen machen.
Die bedeutendsten
Umstände von Berufsgefährdung sind die Berylliummetallurgie,
die keramische Industrie, die Betriebe für elektronische Bestandteile,
die Glasindustrie und die Lötung mit Elektroden die Beryllium enthalten.
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